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Druck als Mama

Posted In: Baby | Mum

Wenn wir Mamas einem ausgesetzt sind, dann sicherlich dem Druck, den wir uns selbst auferlegen. Viele Mütter, so wie ich ja auch, sind berufstätig und versuchen dennoch Familie, Kind und Job irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Das bedeutet für uns vor allem eine Menge Stress. Ständig gibt es irgendwelche Termine und der Haushalt macht sich leider auch nicht von selbst. Aber auch die Zeit sich für den Partner und in erster Linie natürlich für das eigene Wohlbefinden täglich schön herzurichten, muss auch noch irgendwie in unserem ohnehin schon vollen Terminkalender und der endlosen To-Do-Liste gefunden werden. Unser Alltag besteht also hauptsächlich daraus, dass wir von einem Ort zu anderen und von jener zur nächsten Aufgabe hetzen. Gleichzeitig wollen wir aber auch noch qualitative Zeit mit unserem Kind verbringen, gesund kochen und seine Intelligenz spielend fördern. Wir stellen uns selbst dem Erwartungsdruck so wenig Medienentertainment wie möglich zu nutzen. Der gut gemeinte Versuch unserem Kind stattdessen noch mehr unserer Aufmerksamkeit zu schenken, endet schließlich oft damit, dass wir letztendlich genervt nach dem nächstbesten Spielzeug greifen.

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Und irgendwann fragt man sich schließlich, wie machen die ganzen Leute in dieser idealen Social Media Welt das eigentlich? Wie schaffen sie über all dies hinaus noch Zeit für ihre sozialen Kontakte zu finden, während wir, wenn überhaupt mit anderen Müttern in der Kita oder bei einem kurzen Telefonat mit Freunden oder der Familie nebenbei schnell ein paar Worte austauschen? Woher nehmen sie am Ende des Tages noch die Energie sich mit alten Freunden von früher zu treffen, während wir schon fast im Stehen einschlafen, obwohl am späten Abend immer noch kein Ende der Arbeit in Sicht ist?

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Wir sehen all diese tollen Fotos auf Instagram, das so stressfreie Alltagsleben auf YouTube, suchen uns ein Idol in dieser scheinbar so perfekten Onlinewelt und automatisch erhöhen wir den Druck und die Anforderungen an uns selbst. Wenn die das alles schaffen, Zeit für den Partner, Freunde, Familie und sich selbst zu finden, ein immer fröhliches und gut gefördertes Kind um sich zu haben und gleichzeitig noch so toll auszusehen – dann muss es doch irgendwie möglich sein, oder?

Dabei sollten wir uns lieber selbst als Vorbild nehmen und stolz auf das sein, was wir jeden Tag leisten und erreichen! Denn wir alle merken doch immer wieder, dass dieser Perfektionismus, diese Leichtigkeit, die uns die Social Media Welt vorlebt nur Schein sein kann. Denn wenn mal wieder so ein Tag ist, an dem alles schief geht, der Postbote klingelt während man kochend das Telefon zwischen Kopf und Schulter eingeklemmt hat, das Mittagessen auf dem Weg zur Tür schließlich auf dem Boden landet und man ohnehin so aussieht als sei man gerade erst aufgestanden – da merken wir doch schnell, dass irgendwas nicht stimmen kann. Das wir aufhören sollten, etwas nachzueifern, dass gar nicht existiert. Das auch solche Tage zum Mamaalltag dazugehören und das wir genug sind, so wie wir sind. Das wir zufrieden in den Spiegel schauen sollten, denn wir geben jeden Tag unser Bestes und darauf können wir verdammt stolz sein!

 

 

 

 

 

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